LJ Bogen

08.09.2014 "So schmeckt das junge Oberösterreich"

Im Rahmen der Welser Messe präsentierte die Landjugend Oberösterreich das längste Jausenbrett Oberösterreichs und stellte Projekte von Jugendlichen in das Rampenlicht, die sich mit gesunden und regionalen Lebensmitteln befassten.

Vom Projekt zum Jausenbrett

Die Landjugend stellte das Jahr 2014 unter das Motto "Landjugend is(s)t - Mit Leib und Seele!" und so wurden in ganz Oberösterreich in den letzten Monaten mehr als 100 Projekte von Orts- und Bezirksgruppen durchgeführt, die sich mit bewusster Ernährung und regionalen Lebensmitteln beschäftigen. Diese Gruppen belegten für die Abschlussaktion "So schmeckt das junge Oberösterreich" bei der Welser Messe am Sonntag, den 7. September, jeweils ein 1-Meter langes Jausenbrett mit Köstlichkeiten aus ihrer Region.

Der Erntedank nahm Einzug in die Welser Messe

Die Ortsgruppen des Landjugendbezirkes Wels bereiteten liebevoll gestaltete Erntekronen vor. Am Sonntag um 10.00 Uhr trafen sie mit insgesamt 15 dieser Kunstwerke am Welser Stadtplatz ein um gemeinsam mit hunderten Landjugendlichen, örtlichen Musikkapellen und der Welser Stadtbevölkerung den Erntedankgottesdienst zu feiern, um danach als geschlossener Festzug in das Messegelände Wels einzuziehen.

Das Oberösterreich-Jausenbrett

Nach dem Eintreffen der Erntekronen wurde die Landjugend von Moderatorin Simona Pindeus auf der ORF-Bühne in der Messehalle 20 begrüßt. Diese erklärte den Gästebesuchern gemeinsam mit der Bezirksleitung der Landjugend Wels, der Landesleitung der Landjugend Oberösterreich und Ehrengästen wie Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Agrarlandesrat Max Hiegelsberger, LK-Vizepräsident Karl Grabmayr, Bezirkshauptmann von Wels-Land Dr. Josef Gruber, Messepräsidentin Doris Schulz was die Landjugend in den nächsten Stunden noch alles für sie bereit hielt: Nicht nur das Foyer wurde von dem ca. 100 Meter langen Jausenbrett der Landjugendgruppen dominiert, sondern auch direkt neben der ORF-Bühne befand sich ein riesiges Jausenbrett in Form von Oberösterreich. Dieses setzte sich aus 15 Jausenbrettern zusammen, die die Umrisse der Landjugendbezirke darstellten und wiederum von den Bezirksgruppen mit regionalen Spezialitäten belegt wurden.

Gleichzeitig wurde den Besuchern auf der ORF-Bühne ein kleiner Einblick in die Projektarbeit der letzten Monate gewährt. "Ohne das großartige Engagement und den Zusammenhalt unserer Mitglieder, die uns unzählige Stunden ihrer Freizeit ehrenamtlich zur Verfügung stellen, wären Projekte in diesem Ausmaß niemals umsetzbar!" freut sich Landesleiter Thomas Reisinger über die gelungene Umsetzung des Jahresthemas. Als Dankeschön für die geleistete Arbeit wurden unter den teilnehmenden Gruppen Preise von "Gutes vom Bauernhof", "OÖ Tourismus" und "Innviertler Traktorroas" verlost.

Das Buffet ist eröffnet

Ab 13.00 Uhr hieß es für die Besucher "Koste dich durch Oberösterreich!" und die Köstlichkeiten auf den Jausenbrettern wurden zum Verzehr freigegeben. Die Messegäste konnten gegen eine freiwillige Spende, für ein von der Landjugend unterstütztes Brunnenbauprojekt in einer Landwirtschaftsschule in Afrika, alle dargebotenen Speisen im Foyer, aber auch auf dem Oberösterreich-Jausenbrett verkosten. So manch einem wurde an diesem Tag wohl auch bewusst, wie köstlich Bauernbrot ist und dass Selbstgemachtes meist weit besser schmeckt als Supermarktware.

"Landjugend i(s)st - Mit Leib und Seele!": 100 Projekte in ganz OÖ

Der Startschuss zum Jahresthema "Landjugend is(s)t – mit Leib und Seele" fiel bereits im vergangenen Herbst: Bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "regional statt global" diskutierten Vertreter der heimischen Wirtschaft, der Landwirtschaftskammer OÖ und Direktvermarkter mit mehr als 100 Jugendlichen über aktuelle Fragen und Entwicklungen zum Konsumverhalten in Bezug auf regionale Lebensmittel

 

In Workshops zu Themen wie "Brainfood – Iss dich schlau" oder "Altbewährte Hausmittel und heilsame Lebensmittel", die von der Landesorganisation der Landjugend OÖ organisiert wurden, wurden die Jugendlichen im Lauf des Jahres darüber informiert, welchen Einfluss die Ernährung auf Körper und Gesundheit hat, wo man regionale Lebensmittel kaufen kann und wie man diese verwendet.

 

Neben der alljährlichen Agrar- und Genussolympiade mit landesweit mehr als 500 Teilnehmern, bei der das Wissen der Teilnehmer einerseits zu Themen der Landwirtschaft und andererseits im Bereich der Ernährung und Lebensmittelproduktion getestet wurde, fand im Mai im Agarbildungszentrum Altmünster auch ein landesweiter Kochwettbewerb der Landjugend statt. Elf Teams, bestehend aus jeweils drei Personen, hatten sich in vorangegangenen Bezirksentscheiden qualifiziert. Sie begeisterten die Jury nicht nur durch köstliche Gerichte, sondern auch durch fachmännische Zubereitung und zeigten, zu welch genussvollen Speisen regionale Lebensmittel verarbeitet werden können. "Landjugend is(s)t – Mit Leib und Seele!" fand jedoch nicht nur auf Landesebene großen Anklang. Zahlreiche Bezirks- und Ortsgruppen, die das Herz der Landjugend bilden, beteiligten sich mit rund 100 Projekten am Jahresthema, um einerseits die eigenen Mitglieder, andererseits aber auch die Ortsbevölkerung über den Wert von Lebensmitteln aufzuklären", erläutert Maria Stiglhuber, Leiterin der Landjugend OÖ.

Landjugend legt Hochbeete an, produziert Frischkäse, etc.

Alleine im Bezirk Braunau wurden 17 Projekte von Landjugendgruppen umgesetzt. Diese reichten vom Anlegen eines Hochbeetes im Kindergarten (LJ Feldkirchen) über die Produktion eines eigenen Frischkäses (LJ Tarsdorf) bis zur Herstellung von Fischspezialitäten (LJ Schalchen). Doch nicht nur im Innviertel verschrieben sich die Ortsgruppen dem Jahresthema mit "Leib und Seele", auch der Bezirk Freistadt sorgte mit seinem Projekt "Stadt.Land.Genuss" für Aufsehen. Landjugend-Mitglieder verteilten dabei zum Beispiel selbstgefärbte Ostereier im Altersheim, besuchten Direktvermarkter und Lebensmittelproduzenten im Bezirk, halfen beim Schnapsbrennen und sammelten Rezepte für ein Landjugend-Kochbuch.

Nachhaltig den Wert von Lebensmitteln erkennen

"In einem Land wie Österreich, in dem Nahrung in Hülle und Fülle vorhanden ist und die Regale der Supermärkte prall gefüllt sind, verwundert es nicht, dass Jugendlichen – selbst am Land – nicht bewusst ist, wie wertvoll Lebensmittel sind und wie aufwändig zum Teil deren Produktion ist", so Stiglhuber. Dass die Schwerpunktaktion der Landjugend eine nachhaltige Wirkung hat, davon ist die Landesleiterin fest überzeugt: "Wir haben von vielen Funktionären die Rückmeldungen bekommen, dass bei der Verpflegung für Veranstaltungen, aber auch Sitzungen nun viel bewusster auf Regionalität und Saisonalität geachtet wird. Das lässt hoffen, dass sich dieses Schwerpunktthema der Landjugend auch langfristig positiv auswirken wird."

"Lebensmitteln auf der Spur" - Einreichfrist für Videoclipwettbewerb verlängert

Gemeinsam mit Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger wurde im Rahmen des Landjugend-Jahresthemas der Videoclip-Wettbewerb unter dem Motto "Unseren Lebensmitteln auf der Spur" initiiert. "Dieser Wettbewerb soll dazu beitragen, die österreichische Landwirtschaft so darzustellen, wie sie tatsächlich ist: modern, vielfältig und nachhaltig", erklärt Maria Stiglhuber. Jugendliche (sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen) sind aufgefordert ein- bis dreiminütige Videos einzureichen, in denen sie die Produktion einzelner Lebensmittel erklären und veranschaulichen. Bisher wurden neun Videos eingereicht. Diese zeigen unter anderem den Weg von der Milch zum Joghurt oder zur Butter, vom Ei zur schmackhaften Nudel oder von der Krauternte zum Sauerkraut. Eingereicht werden können die Videos bis 31. Oktober 2014. Alle Infos und die bisher eingereichten Videos sind auf der Homepage www.lebensmittelnaufderspur.at zu sehen.