Landjugend: Oberösterreichs Pflüger holen Spitzenplätze beim Bundesentscheid
Beim Bundesentscheid Pflügen am Samstag, 22. August 2026, in St. Valentin (Niederösterreich) konnten die oberösterreichischen Pflüger eindrucksvoll aufzeigen. Insgesamt waren neun Teilnehmer aus Oberösterreich am Start. Mit dabei waren auch Bernhard Keferböck und Sebastian Deixler-Wimmer, die Oberösterreich heuer bei der Weltmeisterschaft in Kroatien vertreten werden.
Stundenlanges Training am Feld, intensive Vorbereitungen in der Werkstatt und einige Herausforderungen liegen hinter den Teilnehmern. Das oberösterreichische Team trainierte wochenlang intensiv und bereitete sich unter anderem bei diversen Bezirksentscheiden unter Wettkampfbedingungen auf den Bundesentscheid vor. In den letzten Tagen vor dem Bewerb wurde direkt auf den Flächen in Niederösterreich trainiert, um sich optimal an die dortigen Bodenbedingungen zu gewöhnen und an den Geräten den letzten Feinschliff vorzunehmen.
Stefan Steiner holt den Bundessieg nach Oberösterreich
Das Kremsmünsterer Landjugend-Mitglied Stefan Steiner zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Pflügern Österreichs. Mit viel Erfahrung und intensiver Vorbereitung sicherte er sich den Bundessieg in der Kategorie „Beetpflug“ – bereits zum vierten Mal in seiner Karriere. Mit seinem Sieg holte sich Stefan zugleich das Ticket für die Weltmeisterschaft 2027 in Kenia, wo er Österreich vertreten wird.
Auch in der Mannschaftswertung durfte Steiner gemeinsam mit Andreas Eder (LJ Handenberg | BR) über den Sieg jubeln. Eder schaffte mit Platz drei zudem selbst den Sprung aufs Stockerl. Matthias Stiglhuber (LJ Thalheim | WL) zeigte mit Platz fünf ebenfalls eine starke Leistung.
Zwei Newcomer-Titel für Oberösterreich
Auch der Nachwuchs konnte beim Bundesentscheid kräftig aufzeigen. Als „Newcomer“ gelten jene Pflüger, die bei ihren ersten drei Teilnahmen am Bundesentscheid antreten. In dieser Zeit haben sie die Chance, sich den begehrten Titel „Bester Newcomer“ in ihrer jeweiligen Kategorie zu sichern.
Niklas Gadermayr (LJ Dorf an der Pram | SD) erreichte im Beetpflug Platz sieben und sicherte sich zugleich den Titel „Bester Newcomer im Beetpflug“.
Im Drehpflug spezial überzeugte Alfred Weinbergmair (LJ Sipbachzell | WL) mit Platz zwei und wurde zusätzlich als „Bester Newcomer im Drehpflug“ ausgezeichnet. Gemeinsam mit Thomas Reisinger (LJ Gramastetten | UU) holte Weinbergmair zudem Platz zwei in der Mannschaftswertung.
Für eine weitere starke Leistung sorgte Jonas Brandstätter (LJ Alberndorf | UU). Bei seinem ersten Bundesentscheid sicherte er sich im „Drehpflug standard“ gleich den hervorragenden zweiten Platz.
Die Platzierungen im Überblick
Kategorie „Beetpflug“
- Platz 1: Stefan Steiner (LJ Kremsmünster | KI)
- Platz 3: Andreas Eder (LJ Handenberg | BR)
- Platz 5: Matthias Stiglhuber (LJ Thalheim | WL)
- Platz 7: Niklas Gadermayr (LJ Dorf an der Pram | SD)
- Bernhard Keferböck (LJ Sipbachzell | WL) - außer Wertung auf Grund der Teilnahme bei der WM 2026
Mannschaftswertung Beetpflug
- Platz 1: Stefan Steiner & Andreas Eder
Bester Newcomer Beetpflug
- Niklas Gadermayr (LJ Dorf an der Pram | SD)
Kategorie „Drehpflug spezial“
- Platz 2: Alfred Weinbergmair (LJ Sipbachzell | WL)
- Platz 5: Thomas Reisinger (LJ Gramastetten | UU)
- Platz 7: Michael Helminger (LJ Handenberg | BR)
- Sebastian Deixler-Wimmer (LJ Sattledt | WL) - außer Wertung auf Grund der Teilnahme bei der WM 2026
Mannschaftswertung Drehpflug
- Platz 2: Alfred Weinbergmair & Thomas Reisinger
Bester Newcomer Drehpflug
- Alfred Weinbergmair (LJ Sipbachzell | WL)
Kategorie „Drehpflug standard“
- Platz 2: Jonas Brandstätter (LJ Alberndorf | UU)
Ein anspruchsvoller Bewerb mit Tradition
Das Pflügen ist bereits seit vielen Jahrzehnten ein fixer Bestandteil im Landjugendjahr. Kaum zu glauben, dass es das Leistungspflügen bereits seit 1952 gibt. Dass Oberösterreichs Pflüger diese Disziplin bestens beherrschen, zeigen die zahlreichen Erfolge auf Bezirks- und Landesebene sowie bei Bundesentscheiden und sogar Weltmeisterschaften. Unterschieden wird in den drei Kategorien Beetpflug, Drehpflug spezial und Drehpflug standard.
Pflügen als Leistungssport
Beim Bewerb gilt es, die Wettbewerbsparzelle möglichst präzise zu bearbeiten. Bewertet werden unter anderem gleichmäßig hohe und breite Furchen, die Regelmäßigkeit der gepflügten Parzelle, die exakte Unterbringung des Bewuchses, die Geradheit der Furchen sowie die konstante Einhaltung der Arbeitstiefe. Der Bewerb dauert rund vier Stunden und verlangt den Pflügern über die gesamte Zeit höchste Konzentration ab. Auch technisches und mechanisches Verständnis spielt eine wesentliche Rolle. Sollten die Bodenbedingungen Anpassungen oder Umbauten am Pflug erforderlich machen, müssen die Teilnehmer diese während des Bewerbs selbst durchführen.
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